Das Prosecco-Gebiet zwischen Valdobbiadene und Conegliano

Wir haben einen bisher noch weißen Flecken auf unserer Italien-Landkarte besucht und waren mitten im Prosecco-Gebiet.

Sie werden sich jetzt vielleicht fragen, wo das ist und ob sich eine Reise dorthin lohnt. Ja! kann ich da nur sagen, die Reise lohnt sich unbedingt!

Fangen wir geographisch an: Das Prosecco-Gebiet liegt in der Region Venetien, ziemlich östlich schon Richtung Friaul, ca. 60 km nördlich von Venedig und der Adria-Küste und ca. 60 km südlich der Ost-Dolomiten um de Wintersportort Cortina d´Ampezzo und erstreckt sich oberhalb von Treviso zwischen den beiden Städtchen Valdobbiadene und Conegliano.

Das Gebiet ist geprägt vom venezianischen Einfluß und der langen Zugehörigkeit zu Österreich. Das spiegelt sich wieder an den Gebäuden, die mal venezianisch verspielt, mal streng alpin daherkommen, und ist auch in der Küche wiederzuentdecken. Die Adria-Küche mit Fischgerichten wie Baccalá (Stockfisch) und Sarde „sour“ (sauer eingelegte Sardinen) trifft auf rustikalere Bergküche mit deftigen Gnocchi (kleinen Klößen in vielen Varianten) und Forellen aus den vielen Gebirgsflüssen und dem verzweigten Nebenarmen des Brenta-Fluß.

Besuchen sollte man auf jeden Fall die Palladio-Villen, Zeugnisse großartiger italienischer Baumeister-Kunst, die viele Kunstschätze beherbergen, die fröhliche Stadt Treviso mit eleganten Geschäften und Cafés, außerdem die hübschen alpinen Städtchen Belluno, Feltre und Bassano del Grappa mit der berühmten von Palladio entworfenen Holzbrücke (dort gibt es zwar zwei der berühmtesten Grappa-Brennereien (Poli und Nardini), den Namen verdankt der Ort aber seinem Hausberg Monte Grappa) und natürlich, wenn man schon in der Nähe ist: La Serenissima Venedig!

Und Trinken? Ich muß gestehen: Ich liebe Prosecco! Auch wenn das für einen Weinhändler wenig ernsthaft klingt. Aber ernsthaft will dieser elegante Sprudler auch gar nicht sein – Spaß will er machen – und das zu jeder Gelegenheit!

Ernsthaft beeindruckt war ich dann aber doch, als ich auf der Spitze des Cartizze-Hügels stand, dem wichtigsten Weinberg der Region und Namensgeber des Spitzenprodukts der Appellation. Direkt neben dem Weingut Col Vetoraz, Produzent meines Lieblings-Proseccos, liegt dieser Hügel, von dem man herabblickt auf ein Amphitheater steiler Weinberghänge, dicht bepflanzt mit Prosecco-Reben. Und dann weiß man auch, warum ausgerechnet die wenigen Produzenten in diesen ausgewählten Lagen diesen hinreißenden Schäumer herstellen, der sich von der Massenware aus der Ebene eben nicht nur durch den viel höheren Preis sondern auch durch die Qualität und den unvergleichlichen Geschmack unterscheidet.    

       

… und wenn Sie auch einmal dort sind, versäumen Sie nicht, das „Wirthaus ohne Wirt“ zu besuchen – oben auf dem Hügel sitzt es sich ganz famos mit einem kühlen Fläschchen Prosecco und Brot, Käse und Wurst, Zutaten, die man sich selbst aus dem Vorrat in einem kleinen Holzhäuschen holt und den Obulus dafür dort läßt (und natürlich auch wieder aufräumt, damit noch viele Freude an diesem Ort haben werden…) und dann den Blick über das Rebenmeer des Prosecco-Gebietes schweifen zu lassen!

            

     

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