1.300 km Sizilien von Menfi nach Syrakus und zum Ätna!

                     Strand nahe Menfi*

Eine Reise durch Sizilien ist wie eine Reise durch einen ganzen Kontinent: so unterschiedlich ist die Landschaft, so reichhaltig die Küche, so vielseitig die Weine und so gegensätzlich und aufregend die Eindrücke! 1.300 km haben wir bei unserer letzten Reise zurückgelegt. Wunderschöne und einsame Strände in Naturschutzgebieten, beeindruckende Barockstädte und den größten und produktivsten Vulkan Europas, den Ätna, haben wir besucht.

Der Ausgangspunkt und Start unserer Reise war wie schon bei unserer letzten Reise die Foresteria von Planeta, behagliche und komfortable Unterkunft oberhalb des kleinen Hafenortes Porto Palo mit seinen schönen Stränden und unweit des Naturschutzgebietes rund um die Mündung des Flüßchens Belice. Dort finden sich unberührte Strände und eine weitläufige Dünenlandschaft sowie das lebhafte Örtchen Marinella unweit der berühmten Tempelanlagen von Selinunt mit seiner hübschen neugebauten Strandpromenade. In der Foresteria kocht Angelo Pumilia die unwiderstehlichen Gerichte aus der traditionellen sizilianischen Küche in Verbindung mit avantgardistischen Ideen - immer natürlich begleitet von den Weinen Planetas.

        

Angelo Pumilia in der Küche*    Frühstück auf der Terasse*           Tavola Grande*                     Pool*

Unsere sizilianischen Rezept-Vorschläge aus der Foresteria-Küche:

     Caponata - sizilianische Gemüsevorspeise*

     N´Zalata cu L´Acqua - Salat mit Garnelen und frischem Gemüse*

   Busiati con Pesto di Melanzane e Basilico - Pasta mit Auberginenpesto*

Bei unserer letzten Reise besuchten wir die nahe gelegenen Weingüter Ulmo nahe Sambuca di Sicilia und Dispensa bei Menfi sowie die Olivenplantage Capparrina oberhalb der Traumstrände von Menfi, wo das hervorragende Olivenöl von Planeta entsteht.

        

Olivenhaine in Capparrina oberhalb der Strände von Menfi*

Ganz in der Nähe der ursprünglich arabischen Ortschaft Sambuca di Sicilia am Ufer des Lago Arancio gelegen, ist Ulmo das erste Weingut der Familie Planeta; die Einweihung fand 1995 statt - in diesem Jahr wird die 20. Ernte gefeiert. Umgeben von 93 Hektar Weingärten, die mit unterschiedlichen Rebsorten bestockt sind, liegt die Kellerei in einer Landschaft von seltener Schönheit, nur wenige Meter von dem uralten Gutshaus, dem so genannten baglio, aus dem 16. Jh.entfernt, der nach wie vor im Besitz der Familie ist. Von hier stammen der berühmte Chardonnay von Planeta, die Crus Sito dell’Ulmo Merlot und Maroccoli Syrah, sowie der Alastro und Plumbago, jeweils reinsortiger Grecanico bzw. Nero d’Avola.  Und dann gibt es noch ein Wein-Freilichtmuseum und den Naturpfad La Segreta mit seinen drei möglichen Routen an den Weinfeldern entlang, auf denen Sie unberührte Winkel und unverhoffte Ausblicke entdecken werden.

     

Ulmo - Lago d´Arancio*                                Freilichtmuseum*                                         Naturpfad La Segreta*

La Dispensa bildet den historischen Kernbereich der Familie Planeta. Heute ist das Weingut auch und vor allem der technologische, produktive und administrative Mittelpunkt der Firmentätigkeit: Es ist sowohl der größte Zweigbetrieb als auch die größte Kellerei des Unternehmens und liegt in der gleichnamigen Contrada in den Hügeln von Menfi in der Provinz Agrigent, umgeben von über 160 Hektar Rebland, und umfasst auch den baglio, das alte Gutshaus mit den Privatwohnungen der Familie. Hier werden die beiden Cru Cometa und Burdese und die Produktreihe Il Bere Bene Quotidiano (“Täglich gut trinken”) mit den Weinen La Segreta Rosso, La Segreta Bianco und dem Rosé hergestellt und abgefüllt. Die kleinere der beiden Kellereien beherbergt auch den Weinkeller Infernotto, wo die großen Weine aus aller Welt und eine Sammlung aller bisher von Planeta produzierten Jahrgänge gelagert werden, um ihre Entwicklung über die Jahre hinweg  zu verfolgen. 

 

      La Dispensa - Menfi*

Von Menfi aus machten wir uns auf den Weg nach Syrakus, dem zweiten Ziel unserer diesjährigen Reise, im Osten der Insel gelegen. Die Küstenstraße entlang, vorbei an Sciacca und dem Tal der Tempel von Agrigent machten wir Station bei einem weiteren Weingut Planetas in Dorilli.

   

  Dorilli bei Vittoria - Außen- und Innenansicht*

Dorilli liegt im Herzen des Anbaugebiets des Cerasuolo di Vittoria, in der Nähe des Flusses Dirillo, von dem sein Name abgeleitet ist. Ebenfalls in geringer Entfernung befinden sich die Burg Donnafugata, die Stadt Ragusa und der Küstenabschnitt, der zum Ausgrabungsgebiet Kamarina führt. Die Kellerei Dorilli ist das Ergebnis der grundlegenden Sanierung eines herrlichen Gutshauses aus den ersten Jahren des 20. Jh. und der dazugehörigen Kellerei. Die Weingärten sind ausschließlich mit Nero d’Avola und Frappato bestockt und umfassen 34 Hektar jener roten Erde aus feinem, leichtem Sand, die den beiden Weinen aus der Kellerei Dorilli, dem Cerasuolo di Vittoria DOCG und dem Dorilli Cerasuolo di Vittoria Classico DOCG ihr unverwechselbares Aromaprofil verleihen. Der Cerasuolo di Vittoria ist ein sehr alter Wein mit hohem Wiedererkennungswert und das Symbol dieses Teils von Sizilien: Seit 2006 ist er ein DOCG, also mit kontrollierter und garantierter Ursprungsbezeichnung (Sizilien) ausgestattet. In Kürze kommt der neue reinsortige Frappato auf den Markt - duftig und leicht wie diese Rebsorte auch den Cerasuolo prägt.

     

  Buonivini - unsichtbare Kellerei*   Carruba - Johannisbrotbaum*                                             Innenansicht*

Nicht weit von den spätbarocken Städten Noto und Modica (heute beide UNESCOWelterbe) und wenige Kilometer von dem Küstenstädtchen Marzamemi, dem wunderschönen Naturschutzgebiet Vendicari mit seinem Vogelreichtum, duftender Mittelmeerflora und einsamen Stränden wie der malerischen Bucht Calamosche sowie dem südlichsten Punkt Europas in Portopalo entfernt gelegen, ist das Weingut Buonivini nach der alten Contrada benannt, in der es liegt (nomina sunt consequentia rerum) und die auch heute noch so heißt. Überwältigt von der Schönheit des Ortes und überzeugt von der besonderen Eignung des Territoriums, beschloss Planeta 1998, diesen Betrieb zu kaufen, der heute 51 Hektar umfasst. Hier werden  die Sorten Nero d’Avola und Moscato Bianco angebaut, aus denen jeweils der Santa Cecilia DOC Noto bzw. der Passito di Noto DOC und neu auch der erfrischende Moscato Secco di Noto DOC hervorgehen, die in der Cantina Invisibile, der „unsichtbaren Kellerei“ die perfekt in die Landschaft integriert ist als aktiver Umweltschutz, produziert werden. Der ganze Besitz ist auch im Detail äußerst umweltfreundlich; die Case Sparse, kleine ländliche Wohnhäuschen, die die Weinfelder mit dem Amarantrot ihres Anstrichs sprenkeln, wurden traditionsgemäß renoviert und sind ausschließlich mit recycelten Materialien eingerichtet. Die Kellerei selbst wurde 2003 fertiggestellt und ist auch heute noch absolut innovativ, entstanden aus der perfekten Kombination zwischen den Anforderungen von Technik und Weinbau-Tradition sowie modernen architektonischen Lösungen. Aus dem Wunsch heraus, die Eingriffe in Landschaft und Umwelt so gering wie möglich zu halten, wurde die Kellerei ganz und gar unterirdisch angelegt. Vor der Kellerei steht, wie sehr häufig in dieser Gegend, ein Johannisbrotbaum (Carruba), dessen Früchte noch hier häufig auf traditionelle Weise verarbeitet werden.

   

Ätna Feudo di Mezzo*               Sciara Nuova                                          Terassenweinbau*

Besonders beeindruckt hat wir uns natürlich die Fahrt zum Ätna. Der Ätna erstreckt sich über eine Fläche von etwa 460 km2, was ihn zum mächtigsten, heute noch aktiven Vulkan Europas macht, dem drittaktivsten der Welt. Das umliegende Territorium ist ein altes, faszinierendes Weinbaugebiet, das seit der Zeit der Griechen, die es vor ungefähr 2500 Jahren erstmals beschrieben, kaum wesentliche Veränderungen erfahren hat. Hier hat Planeta nach jahrelanger Forschungsarbeit drei ganz besondere Standorte entdeckt. Der erste ist Sciara Nuova, 870 m ü. M. nahe dem Örtchen Passopisciaro in der Gemeinde Castiglione di Sicilia gelegen.Momentan umfasst das Anbaugebiet etwa 6 Hektar, wegen der Höhe überwiegend mit Carricante bestockt, und eine wunderbare alte Kellerei. Sodann gibt es Montelaguardia: Entlang der Bahnlinie Circumetnea verläuft ein Tal von ca. 10 Hektar, dessen Böden die Eigenschaften der hier am Vulkan wachsenden Trauben perfekt herausbringen. Und schließlich Feudo di Mezzo, wo inmitten der Rebfelder die Kellerei entstand. Der ehrgeizige architektonische Entwurf dient einmal mehr der vollkommenen Integration des Bauwerks in die Landschaft, die hier aus einem alten Lavastrom besteht. Die Weinfelder sind perfekt ausgerichtet, und die aus dem langsamen Zerfall von Lavagestein, Asche und organischen Substanzen entstandenen Vulkanböden des Ätna sind sehr reich an Mineralien. Der Lava-Sand färbt sie schwarz, und schwarz ist auch der Stein, aus dem Gutshaus, Kelterraum und die Umfassungsmauern der alten Terrassenfelder bestehen. Die Wälder und die jüngeren Lavaströme rundum verleihen dem Ort eine ganz und gar zeitlose Atmosphäre. Unter fast burgundähnlichen Voraussetzung entstehen in diesen Ausnahme-Weinbergslagen die weißen Etna Bianco DOC, Eruzione 1614 Carricante sowie der Planeta Brut und aus Nerello Mascalese der Etna Rosso DOC und Eruzione 1614 Nerello Mascalese.

    

Sciara Nuova*                                                                   Feudo di Mezzo*

Unsere Lieblingsplätze waren natürlich die uns schon bekannten schönen Stränden bei Menfi, insbesondere im Naturschutzgebiet bei der Flußmündung des Flüßchens Belice entlang der alten stillgelegten Bahnstrecke, dem quirligen kleinen Ort Marinella direkt bei den großen Ausgrabungsstätten von Selinunte.

       

Naturschutzgebiet Focce di Belice      Marinella Ortsansicht   Marinella Kai                            Blick auf Selinunte

Im für uns neuen Ostteil gefielen uns ganz besonders die Barockstädte Syrakus und Noto, die wir in der für Sizilien so hochfeierlichen Karwoche besuchten, mit ihren schneeweißen Marmorbauten und den hübschen Cafés. Besonders im Café Sicilia in Noto hätten wir am liebsten alle Produkte aus den Zutaten der Umgebung mal probiert hätten - die Mandelgranita war unwiderstehlich!

                        

Syrakus bei Nacht              Süßwasserquelle Arethusa mit Papyrusstauden          Karfreitagsprozession in Syrakus

Naturschönheiten sind im großen Naturschutzgebiet von Vendicari nahe Noto zu entdecken, ein großer Vogel- und Pflanzenreichtum und die wunderschöne Badebucht Calamosche. Einen Besuch wert ist auch der südlichste Punkt in Portopalo, etwas südlich von Vendicari, wo Mittelmeer und Ionisches Meer zusammentreffen.

             

Das Naturschutzgebiet von Vendicari        Alte Thunfischfabrik                                        Die Bucht Calamosche

Und nun zurück ist die Sehnsucht nach Sizilien schon wieder groß. Die große Insel haben wir sehr in unserer Herz geschlossen. Dazu trägt natürlich bei die besondere Gastfreundschaft der Sizilianer, die wir auch auf allen Weingütern Planetas genießen durften (nicht unerwähnt darf hier die tolle Küche bleiben, mit der wir dort bewirtet wurden!). Um die Küche Siziliens auch zuhause nachzukochen, fehlen uns hier leider oft die guten Zutaten, die die Natur und Landwirtschaft Siziliens in vielfältigster Weise hervorbringt. Wie gut, daß es ein paar Produkte gibt, mit denen man sich auch zu Hause etwas behelfen kann. Zum Beispiel vermissen wir die süßen kleinen Kirschtomaten aus dem Süden Siziliens, die wir frisch geerntet probieren konnten und aus denen sogar Konfitüre gemacht wird. Wir behelfen uns zur Zeit mit den leckeren Spaccatella von Ursini, die zwar aus den Abruzzen stammen aber schon ganz nah ans Original herankommen...
Und dann gibt es ja noch das hervorragende Olivenöl von Planeta!

(Weitere Empfehungen folgen!)

       

Vendicari                                                                                               Portopalo

Weitere empfehlenswerte Weingüter aus Sizilien in unserem Sortiment:

Settesoli - Tasca d´Almerita  - Donnafugata - ...alle

 

 

   Planeta La Baronia - Capo Milazzo*

 

*: Fotorechte liegen bei A.A. PLANETA s.s., Palermo Italien
alle anderen Fotos Eigenaufnahmen

 

 

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