Col Vetoraz - schäumende Reisenotizen aus Venetien

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Wir haben einen bisher noch weißen Flecken auf unserer Italien-Landkarte besucht und waren mitten im Prosecco-Gebiet und haben das Weingut Col Vetoraz besucht.

Das Prosecco-Gebiet liegt in der Region Venetien, ziemlich östlich schon Richtung Friaul, ca. 60 km nördlich von Venedig und der Adria-Küste und ca. 60 km südlich der Ost-Dolomiten um de Wintersportort Cortina d´Ampezzo und erstreckt sich oberhalb von Treviso zwischen den beiden Städtchen Valdobbiadene und Conegliano.

Das Gebiet ist geprägt vom venezianischen Einfluß und der langen Zugehörigkeit zu Österreich. Das spiegelt sich wieder an den Gebäuden, die mal venezianisch verspielt, mal streng alpin daherkommen, und ist auch in der Küche wiederzuentdecken. Die Adria-Küche mit Fischgerichten wie Baccalá (Stockfisch) und Sarde „sour“ (sauer eingelegte Sardinen) trifft auf rustikalere Bergküche mit deftigen Gnocchi (kleinen Klößen in vielen Varianten) und Forellen aus den vielen Gebirgsflüssen und dem verzweigten Nebenarmen des Brenta-Fluß.

Besuchen sollte man auf jeden Fall die Palladio-Villen, Zeugnisse großartiger italienischer Baumeister-Kunst, die viele Kunstschätze beherbergen, die fröhliche Stadt Treviso mit eleganten Geschäften und Cafés, außerdem die hübschen alpinen Städtchen Belluno, Feltre und Bassano del Grappa mit der berühmten von Palladio entworfenen Holzbrücke (dort gibt es zwar zwei der berühmtesten Grappa-Brennereien, den Namen verdankt der Ort aber seinem Hausberg Monte Grappa) und natürlich, wenn man schon in der Nähe ist: La Serenissima Venedig!

Ernsthaft beeindruckt war ich dann aber, als ich auf der Spitze des Cartizze-Hügels stand, dem wichtigsten Weinberg der Region und Namensgeber des Spitzenprodukts der Appellation, dem Cartizze Superiore. Direkt neben dem Weingut Col Vetoraz, liegt dieser Hügel, von dem man von fast 400 Metern Höhe herabblickt auf ein Amphitheater steiler Weinberghänge, dicht bepflanzt mit Prosecco-Reben. Und dann weiß man auch, warum ausgerechnet die wenigen Produzenten in diesen ausgewählten Lagen diesen hinreißenden Schäumer herstellen, der sich von der Massenware aus der Ebene eben nicht nur durch den viel höheren Preis sondern auch durch die Qualität und den unvergleichlichen Geschmack unterscheidet.
Die Familie Miotto hat sich bereits im Jahr 1838 auf diesem Hügel niedergelassen und baut seit jeher Prosecco-Reben an. Im Jahr 1993 hat Francesco Miotto, Nachkomme dieser Familie, mit Paolo De Bortoli und Loris Dall’Acqua die Kellerei Col Vetoraz gegründet. Das Herzstück der Anbauzone des Valdobbiadene Prosecco Superiore Docg und des Cartizze Superiore liegt eingebettet zwischen den Hügeln von Valdobbiadene, die Berge im Hintergrund schützen vor dem Nordwind und bilden so dieses großartiges Amphitheater.

… und wenn Sie auch einmal dort sind, versäumen Sie nicht, das „Wirthaus ohne Wirt“ zu besuchen – oben auf dem Hügel sitzt es sich ganz famos mit einem kühlen Fläschchen Prosecco und Brot, Käse und Wurst, Zutaten, die man sich selbst aus dem Vorrat in einem kleinen Holzhäuschen holt und den Obulus dafür dort läßt (und natürlich auch wieder aufräumt, damit noch viele Freude an diesem Ort haben werden…) und dann den Blick über das Rebenmeer des Prosecco-Gebietes schweifen zu lassen!

Ach ja: Probieren Sie doch unbedingt die Prosecco von Col Vetoraz, entweder mit dem günstigen Probier-Karton oder gleich mit dem 11 + 1-Angebot für Brut und Extra dry!

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